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von Agersø nach Femø – 28.5.16

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Nein, das ist nicht Paul! Denn leider trägt er bis jetzt immer noch keine Handschuhe an der Pinne, auch keine weißen Söckchen beim Segeln und auf das gefällige Binden des Huts unterhalb des Kinns verzichtet er aus unverständlichen Eitelkeitsgründen auch weiterhin … Dabei könnte es sooo schön sein!
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Hier ein etwas älteres Exemplar eines Verstellpropellers. Schiffe, die damit ausgerüstet sind, haben kein Getriebe. Es wird nur die Steigung der Propellerblätter verstellt. Damit schiebt er in die eine Richtung oder zieht in die andere. Das hier gezeigte Exemplar ist sich aber noch nicht sicher, ob es jemals wieder richtig an die Arbeit geht. Der Schiffsrumpf ist derart renovierungsbedürftig, dass an der Wiederherstellbarkeit Zweifel durchaus angebracht sind.
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Weiter vorne an diesem armen Rumpf haben sich diese faulen Gesellen angesiedelt. Selber zu bequem sich fortzubewegen, suchen sie eine Mitfahrgelegenheit. Sie bremsen im Laufe der Zeit jedes Schiff kräftig aus und sind zu Recht gehasst. Nach mühseliger Beseitigung und einem neuen Unterwasseranstrich hat man für ein bis zwei Jahre erstmal Ruhe vor den Viechern.
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Hier liegt Naviculum in der Abendsonne von Agersø, satt und zufrieden …
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Und dies ist der NOCH leere Hafen am Donnerstag abend an unserem nächsten Ziel auf der liebenswerten Bauerninsel Femø. Hier lohnt es sich, das Fahrrad wieder auszupacken und diese schöne Insel zu erkunden. Wir können einen Aufenthalt hier nur empfehlen und bleiben selbst übers Wochenende hier. Zumal sich in diesem gelben Gebäude der Havne-Høkeren befindet. Hier kriegt man (fast) alles, was der Mensch so braucht: Patchouli-Duschgel, Rückenkratzer aus Bambus, halbpfündige Käselaibe, frisches Obst, superleckere Plunderteilchen und ofenfrische Brötchen. Selbst alkoholfreies Bier ist zu haben, entpuppt sich allerdings bei näherer Betrachtung des Kühlregals als wahrer Ladenhüter!
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Der Hafenmeister hat es nicht einfach: Jeden Abend für jede Nacht an den Booten kassieren gehen (drei Nächte auf einmal bezahlen geht nicht, warum auch immer), einmal rund ums ganze Hafenbecken. Da muss man zwischendurch einfach mal ein kleines Bierpäuschen einlegen! Und so wird aus dem Zahltermin 19 Uhr auch schnell mal 20.30 Uhr. Aber immerhin hat er sich gefreut, dass wir länger bleiben und beschwerte sich ziemlich nachdrücklich über all die Hardcore-Segler, die abends in den Hafen einfallen, um ihn dann am nächsten Morgen frühzeitig wieder zu verlassen, ohne etwas von der schönen Insel gesehen zu haben. Da muss ich ihm einfach Recht geben!
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Ein wirklich netter Service ist die Luftpumpstation in der Dorfmitte direkt neben dem Dorfteich. Rein zufällig hatten wir diese wichtige Einrichtung hier entdeckt und gleich Gebrauch davon gemacht.
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Das ist der Dorfteich – zumindest das, was unter dem dichten Teppich aus grüner Entengrütze wahrscheinlich vorhanden ist.
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Die einzige Speisegaststätte auf der Insel- der Kro – bekommt dieses Mal von uns heftige Punktabzüge. Details lasse ich mal lieber weg. Wirklich schade!
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Das sind einige Eindrücke während unserer Radtour …
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… hier durchquert Paul gerade die „Grüne Hölle“ von Femø!
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Und wieder die nächste Kirche im Dorf …
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… und Strandkohl, der auf Agersø in der Küche des dortigen, ausgezeichneten Restaurants verwendet wurde. Lecker!!!
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Ein wenig Strand-Romantik …
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wobei ich an diesem unberührten Strand meine Sammlung von „Donnerkeilen“, das sind fossile Teile von sogenannten „Belemniten“ (bitte googeln) aus der Kreidezeit, schlagartig vermehren konnte. 
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Und zum Schluss noch einen Blick auf den VOLLEN Hafen am Freitag Nachmittag. Die Dänen lieben halt ihr wochenendliches Insel-Hopping …
Femø
Hier noch kurz ein Lageplan, wo sich Femø denn eigentlich befindet. Mitten im Smålandsfahrwasser.
Das scharze Segelschiffsymbol im gelben Kästchen ist dabei unsere Position (hier im Hafen von Femø).