Wir erlebten die Schlei bisher idyllisch und friedlich, bevor heute dann eine heftige Gewitterfront mit viel Regen, Donner und Sturmböen über uns hinwegfegte.
Bei der Abfahrt von Schleswig war es zwar kalt, aber der Wind versprach traumhaftes Segeln bei raumen Kursen. Zunächst Bft. 5, in Böen 6, später 6, in Böen 7-8. Naviculum fand’s toll und „rannte“ Schmetterling vor Fock und Genua Schlei auswärts.
Klein, aber fein. Die Fähre in Missunde, einer knapp 100 Meter schmalen Engstelle der Schlei, ist stark nachgefragt. Sie zieht sich an einem Seil ans andere Ufer, sodass man bei der Passage schon aufpassen muss, wann es wieder „freie Fahrt“ gibt.
Angenehme Atmosphäre fanden wir in der Stadt Schleswig im alten Ortskern „Holm“. Ansonsten vermittelte die Stadt ein eher nüchternes Bild.
Der beeinduckende Dom erinnerte uns an das ebenso imposante Pendant im norwegischen Trondheim.
Nur Monsieur et Madame Canard blieben gelassen auf der ansonsten geschäftigen Hafenpromenade in Schleswig.
„Do sinn se at widder!“ So wurden wir bei unserer Rückfahrt im Stadthafen von Kappeln lautstark empfangen. 😉
Der letzte aus dem 16. Jahrhundert stammende und ununterbrochen im Einsatz befindliche Heringszaun in Kappeln. Zur Zeit werden allmorgendlich die in die Falle gegangenen Heringe „geerntet“ und in den anliegenden Restaurants zu leckeren Matjes mit Bratkartoffeln verarbeitet.
Holsteinische (Klein-)Baukunst.
Man kann die Matjes natürlich auch mühsamer fangen …
Selbst Nikolaus machte incognito einen kleinen Abstecher nach Kappeln. (Unsere Bordfotografin hatte ihn trotz kariertem Hemd gerade noch rechtzeitig erkannt.)
Er und ein Bus voll anderer Jungs liefen morgens schwer mit Angelzeug bewaffnet auf den heftig verrosteten Kutter im Hafen. Dieser setzte sich prompt Richtung Ostsee in Bewegung. Schon 3 Stunden später legte die Truppe wieder an, um ihre Würmchen direkt im Kappelner Hafen zu baden – und das für den Rest des langen Tages. Draußen war es wohl etwas zu stürmisch? 😉